Die Idee

Wir sind die Generation Europa! – Ob es dir bewusst ist oder nicht: Wir jungen Schweizerinnen und Schweizer nehmen Teil am europäischen Integrationsprozess. Bildungsaufenthalte in Madrid, Prag oder Berlin sind so selbstverständlich wie der Euro als Zahlungsmittel oder der Gorgonzola im Kühlschrank. Von der Musik, Kultur, über Filme bis hin zur Speisekarte: Europa findet statt! Nicht nur auf deinem Teller, im Fernseher, im Schlafzimmer, in der Garage – sondern vor allem auch in unseren Köpfen.


Die Schweiz liegt geografisch im Herzen Europas, dennoch ist manches noch weit weg. In Brüssel und Strassburg wird Politik betrieben, die uns massiv betrifft, ohne dass wir dort direkt vertreten sind. Denn seit dem EWR-Nein von 1992 hat sich die Schweiz auf den Bilateralen Weg begeben. Dieser sichert unsere Teilhabe in den wichtigsten Bereichen, bringt die Schweiz näher an die EU und findet im Volk grosse Akzeptanz – im letzen Jahrzehnt wurde der Bilaterale Weg in Volksabstimmungen fünf mal bestätigt und gerade 2009 sprachen sich Frau und Herr Schweizer überwältigend für die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit aus. Zumindest in der jungen Vergangenheit war es der Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer also bewusst, dass ein Alleingang in vielen Bereichen für unser Land nicht möglich ist.


Doch wo führt uns der Bilaterale Weg hin? Ist er endlos, führt er in eine Sackgasse oder gelingt es den ewig Gestrigen sogar, ihn zu verschütten? Und, stört es uns eigentlich, dass wir auf diesem Weg viele Gesetze übernehmen, an deren Ausarbeitung keine unserer Volksvertreter mitgewirkt haben? In welchen weiteren Bereichen will die Schweiz noch näher mit der EU zusammenarbeiten und wie gross ist eigentlich die Akzeptanz der EU für die Schweizer Sonderlösung? Ist ein Rahmenabkommen Schweiz-EU der Weisheit letzter Schluss?

Welche „Optionen“ hat uns der Bundesrat im Europabericht 2006 und im Aussenpolitischen Bericht 2009 präsentiert? Was hat es mit dem mysteriösen Beitrittsgesuch von anno 1992 auf sich? Und bei wie viel Grad minus gefriert es endgültig?


Die EU selbst ist ständig in Bewegung und wird stetig weiterentwickelt. Auch mit dem Reformvertrag von Lissabon, der am 1. Dezember 2009 nach einer langen und ungewissen Phase in Kraft getreten ist, bleibt die Entwicklung nicht stehen und es stellen sich weiterhin viele Fragen: Müssen die europäischen Institutionen für ein das Funktionnieren der EU mit 27(+) Mitgliedern reformiert werden? Droht dem Euro durch die Krise in Griechenland eine echte Gefahr? Woher kommt das Geld für anstehende dringende Probleme? Wo sind die Grenzen der EU? Und wie sicher sind diese? Ist die EU wirklich auch ein Friedensprojekt? Warum braucht sie dann eine Armee? Kann die EU mehr als Freihandel? Wie steht es um die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur? Leidet die EU unter einem Demokratie- oder Vertrauensdefizit? Und wie soll die EU in weiteren 50 Jahren aussehen?


Der konstante Wandel der EU, die Errungenschaften der europäischen Integration und die Diskussion um die Zukunft Europas werden in der Schweiz zu wenig wahrgenommen. Wir wollen deshalb die laufende Debatte in die Schweiz tragen und dir die Möglichkeit bieten, dich aus erster Hand zu informieren. Souveränitätsverlust oder Mitsprache? Eurokratie oder Friedensprojekt? Bilde dir selbst eine Meinung! Der persönliche Kontakt mit Nationalrätinnen, Botschaftern, EU-Vertretern und -Abgeordneten, Medienschaffenden und weiteren Key-Playern vor Ort in Brüssel bietet dir dazu eine einmalige Chance!


Für 390 Franken bist du für eine Woche in Brüssel mit dabei! Nebst einem attraktiven Programm dann auch Zeit, die Hauptstadt Europas by night zu erkunden und die legendären belgischen Biere zu kosten.


Im genauen Projektbeschrieb findest Du alle weiteren Informationen über Personen, Daten und Orte.